Meine Gedanken zum 2:1 gegen den FC St. Pauli.
Keinen einzigen seiner zehn Rückstände hatte der FC Augsburg vor dem Auswärtssieg beim FC Bayern (2:1) aufgeholt. Aus der ernüchternden Null ist binnen zwei Partien eine Zwei geworden – und aus zwei Rückständen die vollen sechs Punkte.
Über die Bedeutung des Heimspiels gegen den FC St. Pauli war im Vorfeld viel gesprochen worden – umso schöner und wichtiger, dass der FCA auch das Duell mit den Kiezkickern für sich entscheiden und den Vorsprung auf Platz 17 zumindest vorübergehend auf acht Punkte ausbauen konnte.
Bei aller Freude über den enorm bedeutsamen 2:1-Erfolg muss jedoch klar analysiert werden, dass spielerisch abermals Luft nach oben blieb. Während die Offensive allen voran von zündenden Ideen des wieder erstarkten Claude-Maurice lebte, präsentierte sich besonders die rechte Defensivseite äußerst verwundbar bei weiten Bällen hinter die Kette.
Baum reagierte, brachte Keitel für Arthur Chaves, der im Stellungs- und Passspiel teilweise unsicher wirkte. Dies sollte sich letztlich ebenso auszahlen wie die Entscheidung, auf Doppelpacker zu vertrauen. Im Gegensatz zum Schiedsrichter, dessen Elfmeterpfiff pro St. Pauli eine klare Fehlentscheidung war, bewies der FCA-Coach damit ein glückliches Händchen.
Viel gewonnen ist tabellarisch weiterhin nicht – die nächsten Duelle mit Mainz und Heidenheim sind weiterhin von enormer Bedeutung. Acht Punkte aus den letzten vier Spielen sind hierfür eine mehr als erfreuliche Grundlage.

