Meine Gedanken zum 2:2 gegen den SC Freiburg.
Zum zweiten Mal in Folge hat der FC Augsburg eine Führung aus der Hand gegeben, zum zweiten Mal in Folge war dies absolut vermeidbar. Doch allein diese Tatsache ist nicht das, was mich nach dem erneuten Remis so ratlos stimmt.
Einerseits ist es die mangelnde Kreativität, über die man sich Woche für Woche im Schallplatten-Modus echauffieren kann. Der FCA tut sich weiterhin wahnsinnig schwer, aus dem eigenen Ballbesitz heraus vielversprechende, zielgerichtete Aktionen zu kreieren – und er erweckt nicht den Eindruck, dieses Problem in der nahen Zukunft beheben zu können/wollen.
Erschwerend hinzu kommt der Umstand, dass meiner Meinung nach taktische Grundabläufe nicht zu erkennen sind. Dass Gregoritsch wahrlich kein Lauf- und Sprintwunder ist, ist allseits bekannt. Seine Stärken liegen vielmehr darin, die Nebenmänner in Szene zu setzen – doch ist das überhaupt der Plan?
Häufig wurde der 1,93-Meter-Mann hoch angespielt, war dann aber völlig auf sich allein gestellt. Ohne Anspielstationen, ohne Tiefenläufe der Mitspieler. So schwebte der Österreicher weitestgehend im Nichts – und absolvierte dennoch die vollen 90 Minuten.
Es ist ein Sinnbild für die derzeitige Lage des FCA, die große Fragen und Zweifel aufwirft. Unabhängig vom letztendlichen Ausgang steuert man auf eine Rückrunde zu, die für die langfristige Entwicklung vollkommen wertlos ist.

