zirbelnews-Kommentar zur aktuellen Situation des FC Augsburg.
Zwei Sachen stehen für mich weiter außer Frage.
Punkt 1: Fachlich macht Sandro Wagner so schnell keiner etwas vor.
Punkt 2: Er gibt sich genau so, wie man es erwarten konnte, aber eben auch musste.
Wagner ist einer dieser „echten Typen“, nach denen sich in sämtlichen Talkshows seit Jahren gesehnt wird – und die dort zugleich aber auch derart stark kritisiert werden, wenn es dann mal nicht gut läuft.
Was sich ändern muss, ist schnell erzählt: Vor allem die Resultate, die mit blutleeren Auftritten wie in den letzten zwei Partien niemals positiv ausfallen werden. Die oftmals geforderte „FCA-DNA“ ist eben unerlässlich.
Ja, eine DNA kann sich mit der Zeit verändern – etwa durch äußere Einflüsse. Doch vielleicht wäre es im Falle des FCA – und im Falle Wagner – eine Überlegung wert, diesen Prozess zumindest ein Stück weit langsamer anzugehen, als man es ursprünglich wohl gewünscht hat.
Das reicht von einer Vielzahl an taktischen Informationen bis hin zu manchem Zitat, das den strengen, öffentlichen Fokus auf den FCA unnötigerweise nur noch mehr verstärkt.
Wagner bezeichnet sich selbst als einen „Lernenden“, und es steht außer Frage, dass ein solcher es im harten Bundesliga-Geschäft immer schwer haben wird. Doch genau darüber war sich der Verein im Klaren – und dass man das Risiko eingegangen ist, empfinde ich weiterhin als richtig.
Womöglich beinhaltet das „Lernen“ für Wagner und den FCA wiederum aber auch, sich eingestehen zu müssen, dass der vorhandene (und im Vergleich zur Vorsaison nur wenig veränderte) Kader eben nicht für einen derart radikalen Umbruch geeignet ist, wie ursprünglich angenommen.
Doch auch dem neuen Trainer wird man nicht unendlich Zeit einräumen können, um Erfolge zu erzielen. Er muss schnellstmöglich einen Weg finden, die „Wagner-DNA“ mit der „FCA-DNA“ zu fusionieren.
Und nur, um das klarzustellen: Mit „FCA-DNA“ meine ich nicht, von einem anfänglichen „offensiven Mindset“ zu einem vollkommen passiven Ansatz zu wechseln, der den Fans jegliche Vorfreude auf Stadionbesuche nimmt. Davon hatte man in der jüngeren Vergangenheit wahrlich schon genug…

