„Im Leben kann es schnell gehen“ dürfte ein Motto sein, dass Elias Saad wie kein Zweiter verkörpert. In den letzten Jahren hat der 25-Jährige viel erlebt – nun setzt sich seine Geschichte beim FC Augsburg fort.

Dass ein Transfer völlig unerwartet verkündet wird, ist in Zeiten, in denen selbsternannte Transfer-Experten den offiziellen Vorstellungen regelmäßig schon Tage zuvorkommen, wahrlich zur Seltenheit geworden. Und doch gelingt es dem FCA immer wieder – so auch diesmal.

Am Donnerstagnachmittag staunte die Anhängerschaft nicht schlecht, als plötzlich auf sämtlichen Wegen über die Verpflichtung von Elias Saad informiert wurde, der einen Vertrag bis Juni 2029 unterschrieben hat.

Mit 19 Jahren noch in der Oberliga

„Das habe ich nicht kommen sehen“, kommentierte ein FCA-Fan den Transfer. Eine Aussage, die den Karriereverlauf des Augsburger Neuzugangs besser nicht beschreiben könnte.

Im Alter von 19 Jahren wechselte Saad zur Saison 2019/20 zum HSV Barmbek-Uhlenhorst. Während andere Spieler in seinem Alter teilweise sogar schon die ersten Spielminuten in der Bundesliga sammelten, lief der gebürtige Hamburger also in der fünftklassigen Oberliga auf.

Doch Saad glaubte weiter an seinen Traum vom Profifußball, entschied sich zu Beginn der Spielzeit 2021/22 für den Wechsel zur viertklassigen Eintracht Norderstedt und kündigte schließlich sogar seinen Job, um dem angepeilten Transfer in die 3. Liga alles unterzuordnen. Der Plan ging auf – und zwar weitaus besser als jemals erträumt.

Aufstieg und Nationalelf-Debüt

Der FC St. Pauli setzte sich gegen mehrere Interessenten durch und machte den damals 22-jährigen Regionalligaspieler kurzerhand zum Zweitliga-Profi. „Mit dem Profivertrag geht für mich ein Traum in Erfüllung. Nun peile ich die nächsten Ziele an, dazu gehört, bei einem Spiel am Millerntor für den FC St. Pauli aufzulaufen“, ließ sich Saad damals zitieren.

In den darauffolgenden zweieinhalb Jahren absolvierte der Außenstürmer für die Kiezkicker insgesamt 60 Pflichtspiele, in denen ihm 14 Tore und sechs Vorlagen gelangen. Zwischenzeitlich feierte er zudem sein Debüt in der tunesischen Nationalmannschaft, für die er bislang dreimal zum Einsatz kam.

Nach St. Paulis Aufstieg in die Bundesliga – für Saad persönlich ein weiterer Höhepunkt – lief der Rechtsfuß in der abgelaufenen Spielzeit 18 Mal im Oberhaus auf (3 Tore, 2 Assists). Es wären wohl bedeutend mehr Einsätze hinzugekommen, hätte ihm Dominik Kohrs rücksichtsloses Foulspiel am 6. Spieltag nicht eine monatelange (Bänder-)Verletzungspause eingehandelt.

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